Hypericum perforatum (Johanneskraut), Ginkgo biloba, Harpagophytum procumbens (afrik. Teufelskralle),
In neuerer Zeit besinnen sich immer mehr Menschen des wunderbaren Schatzes, den uns die Natur gratis mit auf den Weg gegeben hat. Leider ist Vieles, was wir einst darüber wussten, inzwischen in Vergessenheit geraten . . . Gegen jede Krankheit ist ein "Kräutlein" gewachsen; dass dieses nicht nur eine Phrase ist, zeigt die moderne Arzneimittelforschung. Die wertvollsten Substanzen für neue Arzneimittel sind nicht synthetischen Ursprungs sondern stammen aus der Natur. Gerade weil wir bei weitem noch nicht alle wirksamen Heilpflanzen kennen, die Natur aber akut bedroht ist, hat eine regelrechter Wettlauf um die Entdeckung therapeutisch wertvoller Pflanzen eingesetzt. Die Wirkung der Pflanzen wird oft unterschätzt oder gar belächelt. Dieses zu Unrecht und nur in Unkenntnis der Materie: Es gibt schwache, starke und sogar sehr stark wirkende Pflanzen (-Drogen). Erinnert sei nur an die Alkaloide der Tollkirsche, Atropa belladonna oder Papaver somniferum, den Schlafmohn. Es gilt: Was wirkt hat Nebenwirkungen - und die Dosis macht das Gift. Das trifft auf die Phytotherapie ebenso zu, wie auf die synthetischen Präparate.Richtig eingesetzt sind die Nebenwirkungen der pflanzlichen Präparate aber oft weitaus geringer und diese damit deutlich besser verträglich als die chemisch isolierten Reinsubstanzen. Warum das so ist? Darauf gibt es letztlich noch keine befriedigende Antwort. Vermutet wird jedoch, dass die Kombination der einzelnen Inhaltsstoffe, deren gute Verträglichkeit ausmacht und sich daher auch eher zur Daueranwendung eignet.Ein ganzheitlicher Ansatz könnte auch hier zum Verständnis beitragen. Ein Mensch ist schließlich nicht nur das Ergebnis einzelner, "zusammengebastelter" Zellen oder Moleküle.Es ist die einmalige Verbindung des Ganzen, die aus ihm dieses ganz erstaunlichen Wesen werden lässt, welches er am Ende ist. Und ebenso ist es mit unseren Pflanzen.
Panax ginseng, Valeriana officinalis (Baldrian), Crataegus laevigatus (Weißdorn), Digitalis purpurea ( Fingerhut) |