Schmerzen sind immer ein Warnsignal des Organismus - sie zwingen uns, dem Körper Beachtung zu schenken. Beachtung, die wir ihm sonst möglicherweise versagen würden.
Insofern spielt das akute Schmerzereignis bei der Erkennung von Krankheiten oder Fehlfunktionen eine wichtige Rolle. Problematisch für den Betroffenen wird es, wenn der Schmerz trotz Beseitigung der Ursache weiter bestehen bleibt oder sich keine erkennbare Ursache im Sinne einer organischen Störung auffinden lässt. Er entwickelt dann ein "Eigenleben"; unser Gehirn assoziiert eigentlich belanglose Störungen mit Schmerz. Eine Hypersensibilisierung und Überreaktion des Organismus auf kleinste Störungen im Bereich der schmerzverarbeitenden Strukturen und eine Dauerattacke auf die Psyche des Betroffenen, die seine Lebensqualität in erheblichem Maße einschränkt.
Schmerzen treten gehäuft bei Menschen in psychisch belastenden Situationen (beispielsweise Dauerstress) auf.
Bei zirka achtzig Prozent aller Rückenschmerzen finden sich keinerlei organische Ursachen. Operationen sind hier nicht sinnvoll (werden aber oft durchgeführt), Schmerzmedikamente ohne oder ohne ausreichende Wirkung.
Gerade diese "psychogenen" Schmerzen lassen sich mit einer Kombinationstherapie aus der TCM sehr gut beeinflussen. Die Hauptsäule der Behandlung bilden hier
Akupunktur auch mit Moxa
Tuina (chinesische Form der Manualtherapie)
Schröpfen, oft blutig
Nach dem Abklingen des Schmerzereignisses ist es unbedingt notwendig, die betroffenen Muskeln und Gelenke wieder in Bewegung zu bringen. Sinnvoll ist hier zum Beispiel Wasseergymnastik oder Pilates. Verfahren zur Stressreduktion verbessern die Situation der Betroffenen ebenfalls, da sie helfen, die Resistenz gegenüber negativen Stressoren zu erhöhen. Zu empfehlen sind hier
Tai Chi und/oder medizinische Qi Gong
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