
YOGA für SCHWANGERE
Einklang und Wohlbefinden für Mutter und Kind
Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen) helfen, Entspannung zu finden, Rückenschmerzen zu lindern und Ihre Figur geschmeidig zu halten. Die Asanas wirken kräftigend und entspannend auf Ihre Beckenbodenmuskulatur und ermöglichen, die Geburt vorzubereiten und zu erleichtern. Sie erhalten die Fähigkeit, sich mit größerer Flexibilität auf die Veränderungen in Ihrem Körper einzustellen und den Einklang mit sich und Ihrem Kind zu finden.
KUNDALINI
Yoga bedeutet Vereinigung oder Integration. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. Immer aber geht es darum, Körper, Geist und
Seele miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen.
Yoga – in all seinen verschiedenen Ausprägungen und Schulen – ist gut geeignet, um Problemen
wie Stress, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Bewegungsmangel, Nervosität, Konzentrations-
schwäche und Stimmungsschwankungen entgegen zu wirken.
Die Ursprünge des Yoga reichen zeitlich sehr weit zurück. Ausgrabungen in Nord- und
Nordwestindien belegen, dass sich die Menschen in den klassischen Hoch-Kulturen
des Indus-Tales schon vor 4000 Jahren mit Yoga befassten. Yoga ist auch ein Teil des Ayurveda,
des Wissens vom Leben, welches seine Wurzeln in der indischen Antike hat. Ayurveda ist mindestens
5000 Jahre alt und gilt als eines der ältesten medizinischen Systeme. Während vieler Jahrhunderte
gab es nur eine kleine Elite, die Yoga praktizierte. Jeder Yogameister gab sein Wissen und seine
Methode an einige wenige ihm treu ergebene Schüler weiter. Erst während des 20. Jahrhunderts gab es eine deutliche Veränderung, als indische Lehrer und Ärzte anfingen, einem größeren Publikum Yoga nahe zu bringen. Vor allem von den 60er Jahren an begann sich Yoga auch im Westen zu verbreiten.
Kundalini Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nordindien in den Westen gebracht. Es ist
ein Yogasystem, das neben Körper- und Meditationsübungen auch Heiltechniken wie
Sat Nam Rasayan und yogische Massage, Gatka - eine Form der Kampfkunst, die vor allem
durch die Sikhs in Indien entwickelt wurde – , Ernährungs- und Lebensführungslehren des Ayurveda
sowie yogische Lebensweise umfasst. Alle Bereiche des Kundalini Yoga sind darauf ausgerichtet,
den Körper zu heilen, die Urteilsfähigkeit zu erhöhen und die Intuition zu entwickeln. Damit wird die
Selbstbestimmtheit im persönlichen Leben verankert.
Es geht darum, den jeweils individuellen Weg zu mehr Gesundheit, Ausgeglichenheit und
Entfaltung zu finden.
Die Übungen im Kundalini Yoga sind im allgemeinen dynamischer als im Hatha Yoga,
und sie sind immer mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch eines
Mantras (Meditationswörter) verbunden. Sie werden in fest vorgegebener Reihenfolge
angeleitet, die darauf angelegt ist, eine optimale spezifische Wirkung zu erzielen. Extreme
Beugungen, Drehungen und Spreizungen sowie Kopfstand und Übungen mit Hilfsmitteln
gehören nicht zum Kundalini Yoga.
Die Kundalini Yoga Asanas (Übungen) und Kriyas (Übungsreihen) sind zugleich dynamisch
und meditativ, kräftigend und entspannend, heilend und belebend. Sie bieten in ihrer Kombination
aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten und Atemführung
sowie dem Gebrauch von Mantras (Meditationsworten), Mudras (Handhaltungen) und Bhandas
(innerer Energielenkung) eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, einen individuellen Schwerpunkt
zu finden. Manchen sind die Bewegungsübungen am wichtigsten, bei denen man sich schon ein wenig
anstrengen muss. Andere bevorzugen die ruhigen Streck- und Haltungsübungen, die durch den
geführten Atem und den Fokus der Augen, z.B. auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, eine
befreiende Entspannung der Gedanken bewirken können. Wieder anderen liegen die gesungenen
Mantrameditationen am meisten, die den Geist erheben und die eigene Situation zu relativieren
helfen.
Alle diese Elemente sind in einer typischen Kundalini Yogastunde enthalten.
Da es das Ziel des Kundalini Yoga ist, die Lebensenergie (Kundalini) in allen Chakren
(Energiezentren im Körper, denen bestimmte Bewusstseinsebenen zugeordnet sind) frei fließen
zu lassen, führt die Praxis nicht in einsame Zurückgezogenheit, sondern mitten ins Leben hinein.
Sie hilft, den Alltag mit Gelassenheit und Flexibilität zu meistern. Wenn das Kundalini
(die Lebensenergie) eines Menschen ganz erwacht ist, erweitert sich sein Bewusstsein hin
zu universellem Bewusstsein. Diesen Zustand nennt man Erleuchtung. Im Kundalini Yoga
ist dies ein sehr allmählicher und fast unmerklicher Prozess. Man erwarte darum keine
plötzlichen inneren Lichtexplosionen. Was man erleben wird, ist vielmehr ein unmittelbares
Gefühl großer Lebendigkeit und Wachheit und eine allmählich zunehmende Bewusstheit und Ausstrahlung.
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